• Arbeitgeber: Fritz & Macziol Group
    Bereich: IBM Software Solutions
    Wohnort: Wörth/ Hofsingelding
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Heldrungen

Platz meiner Jugend...

 

Heldrungen

Blick Richtung AWG...

Heldrungen

Den Stufenberg runter...

Heldrungen

Eingang Schwimmbad...

Heldrungen

Schwimmbad Turm...

Heldrungen

Vom Bad aus nach Heldrungen...

Heldrungen

Die Eisdiehle

Heldrungen

Der ehem. Kindergarten...

Heldrungen

Unsere Betriebswohnung - RTS Block II...

Heldrungen

Von hinten...

Heldrungen

Landambulatorium...

Heldrungen

Langestrasse - bei Oma/Opa...

Heldrungen

Langestrasse...

Heldrungen

Nochmal Langestrasse...

Heldrungen

Richtung Bahnhof...

Heldrungen

Weg zum Sportplatz...

Heldrungen

Roter Hof...

Heldrungen

Opas Schräbergarten...

Heldrungen

Schützenhaus...

Heldrungen

Unsere POS...

Heldrungen

Schulhof...

Heldrungen

Schule...

Heldrungen

Auf zum Bäcker...

Heldrungen

Sportplatz...

Heldrungen

Wasserburg - damals standen noch gr. Kastanien...

Heldrungen

Bäcker Weinreich...

Als ich das letzte Mal in Heldrungen meine Eltern besuchte kam mir die Idee alle wichtigen Orte meiner Kindheit/ Jugend zu fotografieren. Gesagt getan, los gings.

Wir wohnten am KfL (Kreisbetrieb für Landtechnik) in einer Betriebswohnung. Am Anfang standen zwei Häuser a vier Wohneinheiten am KfL. Später kamen nochmals zwei weitere Häuser hinzu. Ob diese auch dem KfL zugehörig waren, weis ich nicht mehr. Unser altes Haus ist das Einzige welches bis heute nicht renoviert wurde. Der Putz war schon damals im schlechten Zustand und bröckelt heute weiter ab.

In der Nachbarschaft entstand damals eine Wohnsiedlung, AWG, genannt (Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft). Hier wohnten auch einige Mitschüler von mir. Nicht zu vergessen der Stufenberg, der sich oberhalb der AWG Siedlung erstreckte. Die AWG befand sich zwischen Heldrungen Bahnhof und Heldrungen Stadt.

Zu Kinderzeiten existierte nur eine Art Feldweg zwischen dem KfL und Heldrungen. Später wurde dieser Weg (ca. 1978, genau weis ich das nicht mehr) geteert und mit Bäumen versehen. Der jetzige Weg ist gepflastert (nach der Wende). Soweit ich mich erinnern kann, bin ich 10 Jahre lang mit dem Fahrrad in die Schule gefahren. Vieleicht 3-5 mal mit dem Bus. Wirklich, das ist möglich :-) .

Wie fast alle meiner Mitschüler besuchten wir den städtischen Kindergarten, welcher heute als wunderschöne Villa ausgebaut wurde.

Die meiste Zeit verbrachte ich bei Oma und Opa in der Langestrasse. Dort hatte ich meine Freunde und es war immer was los. Zur Schule waren es nur hundert Meter. Unsere Schule war die POS Thomas Müntzer (polytechnische Oberschule). Hier absovierten wir die 4. bis 10. Klasse. Ganz wichtig noch zu erwähnen ist der nahegelegene Bäcker “Weinreich”. Bei Bäcker Weinreich gab es Kümmelbrötchen und Brotplätze. Diese wurden dann heimlich unter der Schulbank versteckt und gegessen. In den Pausen ist man oft verbotenerweise über den Zaun zum Bäcker ausgebüchst.

Fast hätte ich es vergessen. Klasse 1 bis 4 fand in einem anderen Gebäude statt. Das war der “Roter Hof”. Ich weis leider nicht, warum der so benannt wurde. Moment ich googel mal. Na also. Der “Rote Hof” war mal ein Rittergut. Die erste urkundliche Erwähnung fand 1126 statt.

Zu DDR Zeiten gab es eine Schulspeisung, an der die meisten Kinder teilnahmen. Diese befand sich im hinteren Bereich des “Schützenhauses”. Dort befand sich auch die Turnhalle. Im besagtem Schützenhaussaal fanden wichtige Veranstaltungen statt, wie z.B. die Jugendweihe. Kleine Anekdote nebenbei. Damals wollte ich nicht in die FDJ eintreten. Daraufhin wollte mich der damalige Schulrat von der Jugendweihe ausschließen. Tja, dann hab ich mir das “blaue Hemdchen” doch gekauft :-) .

Jedes kleine Dorf hatte ihre Disko, so auch Heldrungen. Auch diese fand alle Woche Samstags und Dienstags im Schützenhaus statt.

Ab Mai wurden die Tage langsam wärmer und unsere Eisdiele war immer rege besucht. Meistens wurde auch zu dieser Zeit das Schwimmbad eröffnet. Im Prinzip sieht das Schwimmbad heute nicht viel anders aus als damals. Am Kiosk stand meistens eine Schlange. Es ist schon komisch, ich kann den Duft von Bockwürstchen und Fischbrötchen förmlich noch riechen :-) , war ne tolle Zeit. Damals entstand nahe dem Schwimmbad auch ein Naherholungsgebiet für die “Berliner Verkehrs Betriebe, BVB”. Ein kleiner Tourismus entstand, der “Icke” kam…

Apropos Erholung. Ich kam auch an den Schrebergärten Richtung Oberheldrungen vorbei. Nun, da ist ja kaum mehr was los. Viele Gärten bestehen nur noch aus Rasen. Der Garten meines Opas ist jetzt auch ein Rasengarten. Damals gab es Schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren, Pflaumen und vieles mehr. Tja, heute kommen die Pflaumen aus Südafrika…

Nahe dem zuvor erwähnten Erholungsgebiet war auch unser Sportplatz beherbergt. In den Sommermonaten ging es häufig raus zum Dauerlauf. Auch das nahe gelegene KfL nutzte ihn für Betriebssportfeste oder ähnliches…

Wichtige Veranstaltungen fanden nicht nur im Schützenhaus statt, auch die Heldrunger Wasserburg wurde gerne für schulische Appelle genutzt. Da fallen mir die piepsigen Stimmen der “Jung- und Thälmannpioniere ein, die “Immer bereit” riefen und dann im Gegensatz die FDJler, die in dumpfen Stimmen auf die Frage “Für Frieden & Sozialismus” mit “Freundschaft”, antworteten :-) . Ich glaube darüber können nur Eingeweihte lächeln…

Jede DDR Schule, oder sogar jede Klasse hatte einen Patenbetrieb, so auch unsere Klasse. In Heldrungen entstand eine ärztliche Einrichtung, genannt “Landambulatorium”. Dort waren alle möglichen Ärzte ansässig und dies war unser Patenbetrieb mit Patenbrigade. Patenbrigade, Mensch Meier – Begriffe, die ich seit 20 Jahren nicht mehr ausgesprochen habe :-)

Hier soll mein kleiner Ausflug in die Vergangenheit enden und vieleicht findet den sogar jemand beim Stöbern in Google.

 
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